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PR3 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402550-ACT | 20 µg | $397.00 |
PRTN3 kodiert Proteinase 3 (PR3), eine neutrophile Serinprotease, die in azurophilen Granula gespeichert und bei der Aktivierung der angeborenen Immunantwort in Phagosomen sowie an die Zelloberfläche mobilisiert wird. PR3 trägt zur antimikrobiellen Abwehr und zur inflammatorischen Signalübertragung bei, indem sie Bestandteile der extrazellulären Matrix, Zytokine und Chemokin-Netzwerke proteolytisch prozessiert und dabei mit Degranulation, NET-Bildung und Signalwegen der Leukozytenmigration verknüpft ist. Eine dysregulierte PR3-Aktivität und eine fehlgeleitete Immunerkennung stehen mit entzündlicher Gewebeschädigung in Zusammenhang und dienen als wichtige mechanistische Ausleseparameter in Studien zur neutrophilengetriebenen Pathologie, einschließlich autoimmuner vaskulitischer Prozesse. Die Expressionsdynamik von PRTN3 wird daher häufig in Modellen der myeloischen Differenzierung, in Assays zur inflammatorischen Signalübertragung und bei der Kartierung von Protease-Substrat-Signalwegen untersucht.
PR3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen PRTN3-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
PR3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des PRTN3-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der PRTN3-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen PR3-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native PRTN3-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von PR3-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des PR3-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem PRTN3-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.