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LIS1 Double Nickase Plasmid (m) | sc-422102-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
LIS1 Double Nickase Plasmid (m2) | sc-422102-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das murine Gen **Pafah1b1** codiert **LIS1**, ein dyneinregulatorisches Protein, das für den mikrotubulibasierten Transport, die Orientierung der mitotischen Spindel und die Kopplung des Dynein–Dynactin-Motors an Fracht während der neuronalen Migration essenziell ist. LIS1 wirkt zusammen mit **NDE1/NDEL1** und zytoplasmatischem Dynein und steuert die Positionierung des Centrosoms, die Translokation des Zellkerns sowie die kortikale Entwicklung; damit ist es mit Signalwegen verknüpft, die Zellpolarität und Zellteilung regulieren. Störungen LIS1-abhängiger Prozesse sind eng mit neuroentwicklungsbedingten Phänotypen assoziiert, darunter lissenzephaliebezogene Defekte in der neuronalen Schichtung und der Axonführung. Deshalb wird **Pafah1b1** häufig in Modellen der Gehirnentwicklung, der zilien- und mikrotubuliassoziierten Dynamik sowie des dyneinvermittelten Transports untersucht.
LIS1 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Pafah1b1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Pafah1b1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Pafah1b1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Pafah1b1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.