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ING2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-404193-ACT | 20 µg | $397.00 |
ING2 (Inhibitor of Growth Family Member 2) ist ein chromatinassoziiertes, mit Tumorsuppression verknüpftes Protein, das über seinen PHD-Finger als „Reader“ der Trimethylierung von Histon H3 an Lysin 4 (H3K4me3) fungiert und damit dazu beiträgt, den epigenetischen Zustand mit der transkriptionellen Kontrolle zu koppeln. In menschlichen Zellen ist ING2 an Chromatin-Remodeling sowie am Gleichgewicht von Histon-Acetylierung und -Deacetylierung durch Interaktionen mit HDAC-haltigen Komplexen beteiligt und beeinflusst dadurch Zellzyklusprogression, DNA-Schadensantworten und Apoptose. Zudem ist es in p53-abhängige Stresssignalwege eingebunden und trägt zur Aufrechterhaltung der genomischen Stabilität bei. Eine veränderte Expression oder Funktion von ING2 wurde mit deregulierter Proliferation und epigenetischer Reprogrammierung in verschiedenen Krebs-Kontexten in Verbindung gebracht, was seine Nutzung als mechanistischen Knotenpunkt in Studien zur onkogenen Signalübertragung und Chromatinregulation unterstützt.
ING2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ING2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
ING2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ING2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ING2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen ING2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ING2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von ING2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des ING2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ING2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.