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GP78 Double Nickase Plasmid (m) | sc-423842-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
GP78 Double Nickase Plasmid (m2) | sc-423842-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Amfr kodiert GP78, eine im endoplasmatischen Retikulum (ER) lokalisierte E3-Ubiquitin-Ligase, die als zentraler Bestandteil des ER-assoziierten Abbaus (ERAD) fungiert, indem sie fehlgefaltete oder überschüssige Proteine für den proteasomalen Abbau ubiquitiniert. GP78 arbeitet mit E2-Enzymen und Faktoren wie p97/VCP zusammen, um die Retrotranslokation und Entfernung von ER-Clientproteinen zu koordinieren, unterstützt dadurch die Proteostase und begrenzt ER-Stress-Signale. Über seine Funktionen in der ubiquitinabhängigen Qualitätskontrolle beeinflusst GP78 Signalwege, die mit dem Lipidstoffwechsel, der mitochondrialen Homöostase und stressadaptiven Antworten verknüpft sind. Eine Fehlregulation von ERAD und Ubiquitin-Signalwegen unter Beteiligung von GP78 wurde mit krankheitsrelevanten Prozessen in Verbindung gebracht, darunter metabolische Dysbalancen und proteotoxischer Stress, die häufig in der Neurodegenerations- und Krebsforschung untersucht werden.
GP78 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Amfr-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Amfr abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Amfr-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Amfr-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.