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GABAB R2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402517-ACT | 20 µg | $397.00 |
GABBR2 kodiert die GABA\(_B\)-Rezeptoruntereinheit 2 (GABA\(_B\) R2), einen essenziellen Bestandteil funktioneller metabotroper GABA\(_B\)-Rezeptoren, die als Heterodimere mit GABBR1 vorliegen und im zentralen Nervensystem eine langsame inhibitorische Neurotransmission vermitteln. Nach Ligandenbindung koppeln diese Rezeptoren an Gi/o-Proteine, hemmen die Adenylylcyclase, reduzieren die cAMP/PKA-Signalübertragung, modulieren MAPK-Signalwege, öffnen GIRK-Kaliumkanäle und unterdrücken die Aktivität spannungsabhängiger Calciumkanäle; zusammen prägt dies neuronale Erregbarkeit und synaptische Plastizität. Die GABA\(_B\)-Signalgebung beeinflusst Netzwerkoszillationen, die Neurotransmitterfreisetzung und die neuronale Entwicklung und verknüpft damit die Rezeptorregulation mit zahlreichen neurobiologischen Prozessen. Eine veränderte Expression oder Funktion von GABBR2 wurde mit neurologischen und neuropsychiatrischen Phänotypen in Verbindung gebracht, darunter eine erhöhte Anfallsanfälligkeit und eine gestörte exzitatorisch–inhibitorische Balance, was den Rezeptor für mechanistische Studien in Krankheitsmodellen relevant macht.
GABAB R2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen GABBR2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
GABAB R2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des GABBR2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der GABBR2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen GABAB R2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native GABBR2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von GABAB R2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des GABAB R2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem GABBR2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.