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FSHR CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400899-ACT | 20 µg | $397.00 |
FSHR (Follikel-stimulierender Hormonrezeptor) ist ein menschlicher Glykoprotein-Hormonrezeptor, der nach Ligandenbindung vor allem an Gs-Proteine koppelt und dadurch die cAMP/PKA-Signalübertragung stimuliert. So werden Transkriptionsprogramme geprägt, die die Differenzierung gonadaler Zellen, die Steroidogenese und die Follikulogenese steuern. Die Rezeptoraktivierung ist zudem in übergeordnete GPCR-Regulationsprozesse eingebunden, darunter Rezeptordesensibilisierung, Internalisierung und nachgeschaltete MAPK-Signaldynamiken, die Proliferation und endokrine Responsivität beeinflussen. Eine veränderte FSHR-Expression oder -Signalgebung wird mit reproduktionsendokrinen Phänotypen wie ovarieller Dysfunktion, variabler Gonadotropin-Empfindlichkeit und eingeschränkter Fertilität in Verbindung gebracht; außerdem dient FSHR als Marker hormonresponsiver Zellzustände. Da FSHR extrazelluläre Gonadotropin-Signale mit intrazellulären Second-Messenger-Signalwegen verknüpft, ist er ein nützlicher Knotenpunkt zur Untersuchung endokriner Regulation und von Zellzustandsübergängen in Modellen der Reproduktionsbiologie.
FSHR Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen FSHR-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
FSHR Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des FSHR-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der FSHR-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen FSHR-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native FSHR-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von FSHR-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des FSHR-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem FSHR-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.