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EXOSC10 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-404272-ACT | 20 µg | $397.00 |
Humanes EXOSC10 kodiert eine katalytische 3′–5′-Exoribonuklease, die als zentraler Bestandteil des RNA-Exosoms fungiert und die RNA-Überwachung sowie -Prozessierung im Zellkern und im Zytoplasma unterstützt. EXOSC10 trägt zur Reifung und zum Abbau vielfältiger RNA-Klassen bei, darunter rRNA, sn/snoRNA sowie instabile oder aberrante Transkripte, und beeinflusst damit Ribosomenbiogenese, RNA-Qualitätskontrolle und die Homöostase der Genexpression. Über diese Funktionen ist EXOSC10 mit Signalwegen verknüpft, die mit nukleolärer Funktion, RNA-Metabolismus und zellulären Stressantworten zusammenhängen. Eine Fehlregulation der exosomassoziierten RNA-Prozessierung wurde mit einem genomweiten Ungleichgewicht des Transkriptoms und krankheitsrelevanten Phänotypen in Verbindung gebracht, wodurch EXOSC10 einen nützlichen Ansatzpunkt für mechanistische Studien zu RNA-Abbau und proteostase-naher Regulation darstellt.
EXOSC10 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen EXOSC10-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
EXOSC10 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des EXOSC10-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der EXOSC10-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen EXOSC10-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native EXOSC10-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von EXOSC10-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des EXOSC10-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem EXOSC10-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.