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CB1/Cannabinoid Receptor 1/CNR1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h2) | sc-400648-KO-2 | 20 µg | $397.00 |
CNR1 kodiert den Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1), einen überwiegend neuronal exprimierten G‑Protein-gekoppelten Rezeptor, der Endocannabinoid-Signale weiterleitet, um die Neurotransmitterfreisetzung und die synaptische Plastizität zu regulieren. CB1 koppelt vor allem an Gi/o-Proteine, um die Adenylylcyclase zu hemmen, die cAMP/PKA-Signalübertragung zu modulieren und MAPK/ERK-Signalwege zu aktivieren, wobei er zugleich die Aktivität von Ionenkanälen und die präsynaptische Kalziumdynamik beeinflusst. Über diese Mechanismen trägt CB1 zur schaltkreisweiten Kontrolle von Belohnung, Nozizeption, Appetit, Stressreaktivität und Neuroinflammation bei. Eine dysregulierte CNR1-Signalgebung wurde mit neuropsychiatrischen Phänotypen und metabolischen Merkmalen in Verbindung gebracht, was CNR1 als molekularen Knotenpunkt für die Untersuchung der Gehirn‑Körper‑Signalübertragung und der homöostatischen Kontrolle unterstützt.
Das CB1/Cannabinoid Receptor 1/CNR1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h2) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des CNR1-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des CNR1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von CNR1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die CB1/Cannabinoid Receptor 1/CNR1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von CNR1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der CB1/Cannabinoid Receptor 1/CNR1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.