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bradykinin Double Nickase Plasmid (h) | sc-402422-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
bradykinin Double Nickase Plasmid (h2) | sc-402422-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das humane Gen **KNG1** kodiert das hochmolekulare Kininogen, ein multifunktionelles Plasmaprotein, das als Vorläufer für die Bildung von Bradykinin während der Aktivierung des Kontaktsystems dient. Die proteolytische Freisetzung von Bradykinin durch Kallikreine aktiviert Bradykininrezeptoren und reguliert dadurch den Gefäßtonus, die Permeabilität des Endothels, die Schmerzsignalübertragung sowie die Produktion entzündlicher Mediatoren. Damit verknüpft KNG1 im Rahmen des Kallikrein‑Kinin‑Systems die Kommunikation zwischen Gerinnung und Entzündung. Die KNG1‑Aktivität ist über Interaktionen mit Faktor XII, Präkallikrein und Oberflächen‑Bindungspartnern am Endothel zudem mit der intrinsischen Gerinnung und komplementbezogenen Prozessen verbunden. Eine Fehlregulation der Bradykininproduktion oder -signalübertragung wird mit ödemanfälligen Entzündungszuständen und vaskulärer Dysfunktion in Verbindung gebracht, wodurch KNG1 einen relevanten Ansatzpunkt für mechanistische Untersuchungen von Plasmaproteasekaskaden darstellt.
bradykinin Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des KNG1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von KNG1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die KNG1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit KNG1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.