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Bcl-xS/L Double Nickase Plasmid (h) | sc-400170-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
Bcl-xS/L Double Nickase Plasmid (h2) | sc-400170-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
BCL2L1 kodiert die menschlichen Proteinisoformen Bcl-xS und Bcl-xL, die als zentrale Regulatoren der Permeabilisierung der äußeren Mitochondrienmembran und der intrinsischen Apoptose gelten. Bcl-xL wirkt überwiegend antiapoptotisch, indem es die Aktivierung von BAX/BAK und die Freisetzung von Cytochrom c begrenzt, während Bcl-xS pro-survivale Signale antagonisiert und Zellen für apoptotische Reize sensibilisieren kann. Durch die Einbindung in p53-vermittelte Stressantworten sowie in Überlebenssignalwege wie PI3K–AKT und MAPK beeinflusst BCL2L1 Zellschicksalsentscheidungen, die mitochondriale Homöostase und die Anpassung an zellulären Stress. Eine dysregulierte BCL2L1-Expression und ein verschobenes Isoformenverhältnis sind häufig mit dem Entkommen aus der Apoptose, Therapieresistenz und Tumorprogression verbunden, weshalb BCL2L1 ein häufiges Ziel in mechanistischen Studien zu Zelltod und Zellüberleben ist.
Bcl-xS/L Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des BCL2L1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von BCL2L1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die BCL2L1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit BCL2L1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.