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ADHβ CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402141-ACT | 20 µg | $397.00 |
ADH1B kodiert die menschliche Alkoholdehydrogenase‑Untereinheit Beta (ADHβ), eine zytosolische, zinkabhängige Oxidoreduktase, die unter Verwendung von NAD+ als Kofaktor die Oxidation von Ethanol und anderen aliphatischen Alkoholen zu den entsprechenden Aldehyden katalysiert. Diese Aktivität ist zentral für den hepatischen Alkoholstoffwechsel und ist mit nachgeschalteten Prozessen der Aldehyd-Entgiftung und der Redoxhomöostase verknüpft, wodurch sie das NADH/NAD+-Gleichgewicht und Reaktionen auf oxidativen Stress beeinflusst. Veränderungen der ADH1B-Expression oder -Aktivität wurden mit interindividuellen Unterschieden im Alkoholabbau und in der Acetaldehydbelastung in Verbindung gebracht, was für alkoholbedingte Gewebeschädigung und karzinogeneseassoziierte Signalwege relevant ist. Über Ethanol hinaus trägt ADHβ zur umfassenderen metabolischen Verarbeitung endogener und xenobiotischer Alkoholsubstrate bei und unterstützt damit Studien zur metabolischen Anpassung und zellulären Stresssignalgebung.
ADHβ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ADH1B-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
ADHβ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ADH1B-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ADH1B-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen ADHβ-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ADH1B-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von ADHβ-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des ADHβ-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ADH1B-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.