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TLR9 Double Nickase Plasmid (m) | sc-429882-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
TLR9 Double Nickase Plasmid (m2) | sc-429882-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das murine **Tlr9**-Gen kodiert den Toll-like-Rezeptor 9 (TLR9), einen endosomalen Mustererkennungsrezeptor, der unmethylierte CpG-Motive in mikrobieller sowie körpereigener DNA erkennt. Nach Ligandenbindung und endosomaler Reifung signalisiert TLR9 vorwiegend über **MYD88** und aktiviert **IRAK–TRAF6**-Kaskaden, wodurch eine **NF-κB**- und **IRF7**-abhängige Transkription proinflammatorischer Zytokine und Typ-I-Interferone induziert wird. Dieser Signalweg koordiniert die Aktivierung der angeborenen Immunität in Makrophagen, dendritischen Zellen und B-Zellen und beeinflusst dadurch Antigenpräsentation sowie die Polarisation der adaptiven Immunantwort. Eine fehlregulierte TLR9-Signalisierung wurde in Mausmodellen mit entzündlichen und autoimmunen Phänotypen, aberranten Antworten auf Nukleinsäuren und Wechselwirkungen zwischen Tumor und Immunsystem in Verbindung gebracht.
TLR9 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Tlr9-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Tlr9 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Tlr9-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Tlr9-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.