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Siglec-9 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-406675-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
Siglec-9 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-406675-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
SIGLEC9 kodiert Siglec-9, ein sialinsäurebindendes, immunglobulinähnliches Lektin, das überwiegend auf Neutrophilen, Monozyten und Subpopulationen von NK-Zellen exprimiert wird und dort als inhibitorischer Rezeptor fungiert, der die zelluläre Aktivierung dämpft. Über seine zytoplasmatischen ITIM-Motive rekrutiert Siglec-9 Phosphatasen wie SHP-1/SHP-2, um die Signalübertragung nachgeschaltet von Immunrezeptoren zu modulieren, und beeinflusst dabei Prozesse wie Zytokinproduktion, Degranulation, Phagozytose und oxidativen Burst. Durch die Erkennung sialylierter Liganden auf körpereigenen oder veränderten Zellen trägt Siglec-9 zur Immunhomöostase und zur Regulation von Entzündungen bei. Eine fehlregulierte Siglec-9-Signalgebung wurde mit pathologischer Immunsuppression und chronisch-entzündlichen Kontexten in Verbindung gebracht, was seine Nutzung als Marker und mechanistischen Knotenpunkt in der Immunologie sowie in Studien zu Tumor–Immun-Interaktionen stützt.
Siglec-9 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SIGLEC9-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Siglec-9 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SIGLEC9-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SIGLEC9-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Siglec-9-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SIGLEC9-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Siglec-9-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Siglec-9-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SIGLEC9-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.