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Raf-1 Double Nickase Plasmid (h) | sc-400202-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
Raf-1 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-400202-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
RAF1 kodiert die Serin/Threonin-Kinase Raf-1, einen zentralen Effektor der RAS-Signalübertragung, der Signale von aktivierten Rezeptor-Tyrosinkinasen an die MAPK/ERK-Kaskade weiterleitet. Raf-1 reguliert den Zellzyklusfortschritt, die Differenzierung, die Apoptose und Stressantworten durch Phosphorylierung nachgeschalteter Kinasen, darunter MEK1/2, und die daraus folgende Aktivierung von ERK1/2. Eine fehlregulierte RAF1-Aktivität und aberrante MAPK-Signalgebung werden mit onkogener Transformation und Resistenzmechanismen in Verbindung gebracht; zudem wurden Keimbahn- oder somatische Veränderungen in RAF1 mit Entwicklungssyndromen und kardiomyopathieassoziierten Signaldefekten verknüpft. Als Signal-Hub, der Wachstumsfaktor- und inflammatorische Reize integriert, ist Raf-1 umfassend hinsichtlich Pathway-Crosstalk mit PI3K-AKT, Feedback-Regulation und der phosphatasevermittelten Kontrolle der Kinaseaktivität untersucht.
Raf-1 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des RAF1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von RAF1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die RAF1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit RAF1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.