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PMS2 Double Nickase Plasmid (h) | sc-401600-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
PMS2 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-401600-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
PMS2 kodiert eine zentrale Komponente der DNA-Mismatch-Reparatur (MMR). Es bildet mit MLH1 das MutLα-Heterodimer, das die Erkennung und Verarbeitung von Basen-Basen-Fehlpaarungen sowie Insertions-Deletions-Schleifen koordiniert, die während der Replikation entstehen. Über ATPase-getriebene Konformationswechsel und endonukleolytische Aktivität trägt PMS2 dazu bei, die Fehlpaarungserkennung mit Exzision, Neusynthese und Ligation zu koppeln, wodurch die Genomstabilität erhalten und die Mutagenese begrenzt wird. Die Funktion von PMS2 ist mit der Replikationstreue, Checkpoint-Signalgebung und zellulären Antworten auf DNA-Schäden verknüpft. Eine Störung oder Fehlregulation von PMS2 ist mit erhöhter Mikrosatelliteninstabilität und Hypermutations-Phänotypen verbunden, die für Studien zur erblichen Krebsprädisposition und zu DNA-Reparatur-assoziierten Krankheitsmechanismen relevant sind.
PMS2 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des PMS2-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von PMS2 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die PMS2-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit PMS2-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.