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OAT2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403923-ACT | 20 µg | $397.00 |
SLC22A7 kodiert den humanen organischen Anionentransporter 2 (OAT2), einen polyspezifischen Solute-Carrier, der die zelluläre Aufnahme und den Austausch endogener organischer Anionen sowie xenobiotischer Metaboliten vermittelt. Die OAT2-Aktivität trägt zur hepatischen und renalen Verarbeitung kleiner Moleküle bei, beeinflusst das intrazelluläre Anionengleichgewicht und ist über koordinierte Transporternetzwerke mit Stoffwechsel- und Entgiftungsprozessen gekoppelt. Indem OAT2 die zelluläre Exposition gegenüber arzneistoffähnlichen Verbindungen und Stoffwechselzwischenprodukten mitprägt, ist es relevant für Studien zur Pharmakokinetik, zur transporter-vermittelten Arzneistoffdisposition und zur Variabilität der gewebespezifischen chemischen Empfindlichkeit. Eine dysregulierte Transporterexpression oder -funktion ist daher für mechanistische Forschung zur Leber- und Nierenphysiologie sowie zu krankheitsassoziierten Veränderungen in xenobiotischen Clearance-Pathways von Interesse.
OAT2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SLC22A7-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
OAT2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SLC22A7-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SLC22A7-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen OAT2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SLC22A7-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von OAT2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des OAT2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SLC22A7-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.