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Nur77 Double Nickase Plasmid (m) | sc-420884-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
Nur77 Double Nickase Plasmid (m2) | sc-420884-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das Mausgen **Nr4a1** kodiert den verwaisten nukleären Rezeptor **Nur77 (NR4A1)**, einen Immediate‑Early-Transkriptionsfaktor, der Signale aus der Aktivierung des T‑Zell‑Rezeptors, MAPK‑Kaskaden und NF‑κB‑gekoppelten Entzündungsprogrammen integriert. Nur77 reguliert Gen-Netzwerke, die die negative Selektion von Thymozyten, periphere T‑Zell‑Anergie, Makrophagen-Polarisation und metabolische Anpassung steuern, mit kontextabhängigen Effekten auf Apoptose- und mitochondriale Signalwege. Im Nervensystem wird es durch neuronale Aktivität und Stresshormone rasch induziert und verknüpft calciumabhängige Signalübertragung mit transkriptionellen Antworten. Eine fehlregulierte NR4A1‑Signalgebung wurde in Modellen von Autoimmunität und chronischer Entzündung, Atherosklerose, Überlebensprogrammen von Krebszellen sowie neuroinflammatorischen und neurodegenerativen Prozessen in Verbindung gebracht.
Nur77 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Nr4a1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Nr4a1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Nr4a1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Nr4a1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.