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MYH11 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400695-ACT | 20 µg | $397.00 |
MYH11 kodiert die schwere Kette 11 des glatten Muskel-Myosins, eine zentrale Komponente des aktomyosinen kontraktilen Apparats, der die Kraftentwicklung und das Umbauen des Zytoskeletts in glatten Muskelzellen der Gefäße und der viszeralen Organe antreibt. Durch ATP‑abhängige Interaktionen mit Aktinfilamenten unterstützt MYH11 die Kontraktilität, die Kontrolle der Zellform sowie mechanotransduktive Programme, die mit der Kalziumsignalgebung, der über RhoA/ROCK vermittelten Aktindynamik und dem Turnover fokaler Adhäsionen verknüpft sind. Veränderte MYH11-Expression oder beeinträchtigte strukturelle Integrität kann die Differenzierung glatter Muskelzellen und ihre kontraktile Funktion stören und so zu Instabilität der Gefäßwand sowie zu beeinträchtigter Gewebebiomechanik beitragen. MYH11 ist außerdem an onkogenen Genfusionen bei myeloischen Malignomen beteiligt, was seine Relevanz für die Untersuchung aberranter transkriptioneller Regulation und linienspezifischer Phänotypen unterstreicht.
MYH11 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen MYH11-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MYH11 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des MYH11-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der MYH11-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MYH11-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native MYH11-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MYH11-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MYH11-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem MYH11-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.