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MLH1 Double Nickase Plasmid (h) | sc-401276-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
MLH1 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-401276-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
MLH1 kodiert ein zentrales Protein der DNA-Mismatch-Reparatur (MMR), das mit PMS2 Heterodimere bildet, um die Endonuklease-Aktivität von MutLα während der postreplikativen Reparatur zu koordinieren. Durch das Erkennen und Verarbeiten von Basenfehlpaarungen sowie Insertions-/Deletionsschleifen (Indel-Loops) nachgeschaltet zu MutS-Komplexen trägt MLH1 zur Aufrechterhaltung der Genomstabilität bei und verringert die Mutationslast während DNA-Replikation und Rekombination. Eine Störung der MLH1-Funktion ist stark mit Mikrosatelliteninstabilität und veränderter Signalgebung der DNA-Schadensantwort assoziiert und verknüpft diesen Signalweg mit Krebsprädisposition und Tumorentwicklung in unterschiedlichen Geweben. MLH1 wird daher häufig in Modellen zur Replikationstreue, zur chromatinassoziierten Reparatur und zu mutationsgetriebenen zellulären Phänotypen untersucht.
MLH1 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des MLH1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von MLH1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die MLH1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit MLH1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.