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mGluR-3 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-404012-ACT | 20 µg | $397.00 |
GRM3 kodiert den menschlichen metabotropen Glutamatrezeptor 3 (mGluR-3), einen GPCR der Klasse C, der die synaptische Transmission moduliert, indem er extrazelluläres Glutamat erkennt und überwiegend an Gi/o-Proteine koppelt. Die Rezeptoraktivierung hemmt die Adenylylcyclase, reduziert die cAMP-Signalübertragung und beeinflusst nachgeschaltete PKA-abhängige Antworten; zugleich wirkt sie auf MAPK/ERK- und PI3K-bezogene Signalwege ein, die die neuronale Erregbarkeit und Plastizität mitbestimmen. mGluR-3 wird in Neuronen und Gliazellen exprimiert, wo er zur präsynaptischen Kontrolle der Neurotransmitterfreisetzung und zur Regulation neuroinflammatorischer Signale beiträgt. Veränderungen der GRM3-Aktivität oder -Expression werden im Kontext neuropsychiatrischer und neurodegenerativer Krankheitsmechanismen untersucht, was GRM3 zu einem nützlichen Ziel für mechanistische Studien glutamaterger Signalnetzwerke macht.
mGluR-3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen GRM3-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
mGluR-3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des GRM3-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der GRM3-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen mGluR-3-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native GRM3-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von mGluR-3-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des mGluR-3-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem GRM3-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.