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KV1.1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-403806 | 20 µg | $397.00 |
KCNA1 kodiert die humane spannungsabhängige Kaliumkanal-Untereinheit KV1.1, eine porenbildende Komponente, die zu verzögert gleichrichtenden K+-Strömen beiträgt und die Membranexzitabilität festlegt. KV1.1 beeinflusst die Repolarisation des Aktionspotenzials, die Entladungsfrequenz und die synaptische Übertragung und verknüpft damit die Kanalaktivität mit neuronaler Signalgebung und Netzwerkstabilität. Durch seine Kontrolle des Ruhe-Membranpotenzials und des exzitabilitätsabhängigen Ca2+-Einstroms greift KV1.1 in Signalwege ein, die die Neurotransmitterfreisetzung und die aktivitätsabhängige Genexpression steuern. Genetische und funktionelle Störungen von KCNA1 sind mit neurologischen Phänotypen assoziiert, darunter episodische Ataxie und eine erhöhte Anfallsneigung, was KCNA1 zu einem relevanten Ziel für mechanistische Studien zur Biologie von Kanalopathien macht.
Das KV1.1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des KCNA1-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des KCNA1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von KCNA1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die KV1.1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von KCNA1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der KV1.1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.