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KOR-3 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-402526 | 20 µg | $397.00 |
OPRL1 kodiert den Nociceptin/Orphanin‑FQ‑Rezeptor (auch als KOR‑3 bezeichnet), einen GPCR der Klasse A, der überwiegend an Gi/Go koppelt, um die Adenylylcyclase‑Aktivität zu hemmen, die cAMP‑Signalübertragung zu reduzieren und die Leitfähigkeit von Ionenkanälen zu modulieren. Die Rezeptoraktivierung reguliert die synaptische Transmission und die neuronale Erregbarkeit und beeinflusst damit die neuropeptidvermittelte Kontrolle der Schmerzverarbeitung, der Stressreaktivität, von Belohnungsschaltkreisen und autonomen Funktionen. Nachgeschaltete Signalwege überschneiden sich mit MAPK/ERK‑Signalwegen, β‑Arrestin‑abhängigem Trafficking sowie Prozessen der Rezeptordesensibilisierung und -internalisierung, die die zellulären Antworten über die Zeit formen. Veränderte OPRL1/KOR‑3‑Signalübertragung wurde mit neuropsychiatrischen und neuroverhaltensbezogenen Phänotypen in Verbindung gebracht und ist damit relevant für mechanistische Studien zur Regulation neuronaler Netzwerke und zur Dynamik der GPCR‑Signalübertragung.
Das KOR-3 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des OPRL1-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des OPRL1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von OPRL1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die KOR-3-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von OPRL1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der KOR-3-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.