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IRE1α Double Nickase Plasmid (m) | sc-429758-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
IRE1α Double Nickase Plasmid (m2) | sc-429758-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das Mausgen **Ern1** kodiert **IRE1α**, eine transmembrane Kinase/Endoribonuklease des endoplasmatischen Retikulums (ER), die als zentraler Sensor der **Unfolded Protein Response (UPR)** fungiert. Bei ER-Stress oligomerisiert IRE1α und aktiviert das Spleißen der **Xbp1-mRNA**, wodurch der Transkriptionsfaktor **XBP1s** entsteht; zugleich vermittelt es den **regulated IRE1-dependent decay (RIDD)**, um ER-assoziierte Transkripte umzugestalten. Über Crosstalk mit den **PERK**- und **ATF6**-Signalzweigen koordiniert IRE1α Proteostase, Kapazität des sekretorischen Weges, Lipidstoffwechsel, Autophagie und entzündliche Signalübertragung. Eine Fehlregulation der IRE1α–XBP1-Signalgebung wird mit metabolischem Stress, Neurodegeneration, Immunzelldifferenzierung und der Anpassung an das Tumormikromilieu in Verbindung gebracht, wodurch **Ern1** einen wichtigen Knotenpunkt für mechanistische Studien von ER-Stressantworten darstellt.
IRE1α Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Ern1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Ern1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Ern1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Ern1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.