
Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
GPR56 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-406370-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
GPR56 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-406370-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
ADGRG1 kodiert den Adhäsions‑G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor GPR56 (GPCR56), einen Zelloberflächenrezeptor mit einer großen extrazellulären Domäne, der Zell‑Zell‑ und Zell‑Matrix‑Interaktionen vermittelt und Migration, Polarität sowie Gewebeorganisation reguliert. GPR56 aktiviert adhäsionsabhängige Signalübertragung über heterotrimere G‑Proteine und nachgeschaltete Signalwege, die die Zytoskelettdynamik und das Remodeling der extrazellulären Matrix beeinflussen; in mehreren zellulären Kontexten wurde eine Kopplung an RhoA‑assoziierte Signalwege beschrieben. Im Nervensystem trägt es zur kortikalen Entwicklung und zur Positionierung von Neuronen bei, und eine fehlregulierte ADGRG1‑Expression wurde mit neuroentwicklungsbezogenen Phänotypen sowie verändertem invasivem Verhalten in Krebsmodellen in Verbindung gebracht. Diese Eigenschaften machen ADGRG1 zu einem nützlichen Knotenpunkt für die Untersuchung der Biologie von Adhäsions‑GPCRs, ECM‑gekoppelter Signalgebung und von Mechanismen, die die Regulation von Oberflächenrezeptoren mit transkriptionellen und migrationsbezogenen Programmen verknüpfen.
GPR56 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ADGRG1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
GPR56 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ADGRG1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ADGRG1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen GPR56-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ADGRG1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von GPR56-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des GPR56-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ADGRG1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.