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GPR17 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402977-ACT | 20 µg | $397.00 |
GPR17 kodiert einen G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor, der an purinergen und cysteinyl‑Leukotrien‑Signalwegen beteiligt ist und extrazelluläre Signale durch Nukleotide und Lipidmediatoren in intrazelluläre Second‑Messenger‑Signalwege integriert. Im zentralen Nervensystem ist GPR17 mit der Entwicklung der Oligodendrozyten‑Linie und Myelinisierungsprogrammen verknüpft und beeinflusst zelluläre Reaktionen auf verletzungsassoziierte Signale sowie entzündliche Mikroumgebungen. Seine Aktivität überschneidet sich mit GPCR‑regulierten Netzwerken, die – abhängig vom zellulären Kontext – zyklische Nukleotid‑Signalgebung, MAPK‑Kaskaden sowie chemotaktische oder Stressantwort‑Prozesse modulieren. Eine fehlregulierte GPR17‑Expression oder ‑Signalgebung wurde in neuroinflammatorischen und demyelinisierenden Erkrankungen untersucht, wodurch GPR17 ein relevantes Ziel für mechanistische Studien zur Glia‑Biologie und schädigungsassoziierter Signalübertragung darstellt.
GPR17 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen GPR17-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
GPR17 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des GPR17-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der GPR17-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen GPR17-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native GPR17-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von GPR17-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des GPR17-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem GPR17-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.