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Ggta1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-420545 | 20 µg | $397.00 |
Ggta1 kodiert die Alpha-1,3-Galactosyltransferase 1, eine im Golgi lokalisierte Glykosyltransferase, die die Übertragung von Galactose katalysiert und so das Galα1-3Gal-Epitop auf Glykoproteinen und Glykolipiden erzeugt. Durch die Ausprägung terminaler Glykanstrukturen beeinflusst Ggta1 die Proteinreifung, die Membranglykosylierung sowie Zell‑Zell- bzw. Zell‑Matrix-Interaktionen, die die Immunerkennung und inflammatorische Signalwege beeinflussen können. Bei Mäusen ist die Ggta1-Aktivität für Studien zur Biologie von Xenoantigenen und zu komplement- bzw. antikörpervermittelten Reaktionen relevant und dient als Modell für glykosylierungsabhängige Mechanismen in der Immunität. Eine Störung dieses Enzyms ist daher nützlich, um zu untersuchen, wie Glykanepitope die Rezeptorbindung, die Gewebeverträglichkeit und nachgeschaltete Immunwege regulieren.
Das Ggta1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Ggta1-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Ggta1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Ggta1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die Ggta1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Ggta1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der Ggta1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.