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GABAA Rβ2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-405041-ACT | 20 µg | $397.00 |
GABRB2 kodiert die menschliche β2‑Untereinheit des γ‑Aminobuttersäure‑Rezeptors vom Typ A (GABA\(_A\)), einen zentralen Bestandteil pentamerer, ligandengesteuerter Chloridkanäle, die die schnelle inhibitorische synaptische Transmission im zentralen Nervensystem vermitteln. GABA\(_A\)-Rezeptoren mit β2‑Untereinheit regulieren die neuronale Erregbarkeit, indem sie die Bindung des Neurotransmitters mit einem Chlorideinstrom koppeln und so Netzwerkoszillationen sowie synaptische Plastizität mitgestalten. Diese Rezeptoruntereinheit ist an der Organisation GABAerger Synapsen, postsynaptischer Signalübertragung und der aktivitätsabhängigen Verfeinerung neuronaler Schaltkreise beteiligt. Veränderungen der GABRB2‑Expression oder der Rezeptorzusammensetzung wurden mit neuroentwicklungsbedingten und neuropsychiatrischen Phänotypen in Verbindung gebracht, was ihre Eignung für mechanistische Studien zu Ungleichgewichten inhibitorischer Signalübertragung unterstreicht.
GABAA Rβ2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen GABRB2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
GABAA Rβ2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des GABRB2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der GABRB2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen GABAA Rβ2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native GABRB2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von GABAA Rβ2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des GABAA Rβ2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem GABRB2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.