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FPR3 Double Nickase Plasmid (h) | sc-406910-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
FPR3 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-406910-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Formylpeptidrezeptor 3 (FPR3) ist ein G‑Protein‑gekoppelter Rezeptor der Klasse A, der überwiegend in Leukozytenlinien exprimiert wird und dort zur chemotaktischen Wahrnehmung sowie zur Modulation angeborener Immunantworten beiträgt. Nach Ligandenbindung kann FPR3 an Gi‑Proteine koppeln und dadurch Second‑Messenger‑Signalwege, Calciumflüsse und nachgeschaltete MAPK/ERK‑Kaskaden beeinflussen, die Zellmigration, Degranulation und Zytokinprogramme steuern. Die FPR3‑Signalgebung steht in Wechselwirkung mit umfassenderen inflammatorischen Netzwerken, die Wirtsabwehr und Gewebehomöostase koordinieren, was sie für Studien zur Immunaktivierung und -auflösung relevant macht. Veränderte Expression oder Aktivität von Formylpeptidrezeptoren wurde in Krankheitskontexten beim Menschen mit fehlregulierter Entzündung in Verbindung gebracht und unterstützt mechanistische Forschung zur Immunpathologie, ohne eine therapeutische Wirkung zu implizieren.
FPR3 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des FPR3-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von FPR3 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die FPR3-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit FPR3-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.