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Factor VIII Double Nickase Plasmid (h) | sc-400373-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
Factor VIII Double Nickase Plasmid (h2) | sc-400373-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das humane **F8**-Gen kodiert den Gerinnungsfaktor VIII, einen glykoproteinischen Kofaktor, der im Blut zirkuliert, an den von-Willebrand-Faktor gebunden ist und im intrinsischen Weg durch Thrombin aktiviert wird. Aktivierter Faktor VIII (FVIIIa) bildet zusammen mit Faktor IXa auf Phospholipidoberflächen den intrinsischen Tenase-Komplex, beschleunigt dadurch die Aktivierung von Faktor X und die nachgeschaltete Thrombinbildung innerhalb der Gerinnungskaskade. Loss-of-function-Varianten in **F8** verringern die Effizienz des intrinsischen Weges und sind stark mit Hämophilie A assoziiert; sie bieten damit einen molekularen Ansatzpunkt für die Untersuchung der Hämostase, der endothelial–hepatischen Proteinbiosynthese und der Regulation von Protease-Kofaktoren. Die experimentelle Perturbation von **F8** ermöglicht mechanistische Analysen der Dynamik von Gerinnungsnetzwerken, der Prozessierung und Sekretion von FVIII sowie der Interaktionen mit vWF in humanen Zellmodellen.
Factor VIII Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des F8-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von F8 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die F8-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit F8-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.