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Factor IX CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402469-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
Factor IX CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-402469-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Das humane **F9**-Gen kodiert den Gerinnungsfaktor IX, ein vitamin‑K‑abhängiges Serinprotease‑Zymogen, das hauptsächlich in Hepatozyten gebildet und als zentraler Bestandteil der intrinsischen Gerinnungskaskade ins Plasma sezerniert wird. Nach der Aktivierung zu Faktor IXa lagert es sich zusammen mit Faktor VIIIa auf Phospholipidoberflächen zum intrinsischen Tenase‑Komplex zusammen, katalysiert die Aktivierung von Faktor X und fördert damit die Thrombinbildung. Die F9‑Aktivität wird durch posttranslationale γ‑Carboxylierung sowie eine calciumabhängige Membranbindung reguliert, wodurch hepatische Biosynthesewege mit hämostatischen Signalen verknüpft werden. Genetische oder funktionelle Störungen von F9 sind eng mit Gerinnungsstörungen verbunden, weshalb dieser Locus häufig zur Untersuchung der Lebergenregulation, der Reifung sezernierter Proteasen und der Signalweg‑übergreifenden Kontrolle der Blutgerinnung genutzt wird.
Factor IX Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen F9-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Factor IX Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des F9-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der F9-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Factor IX-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native F9-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Factor IX-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Factor IX-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem F9-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.