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EDG-2 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-420644 | 20 µg | $397.00 |
Lpar1 kodiert EDG-2, einen G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor für Lysophosphatidsäure (LPA), der extrazelluläre Lipidsignale in intrazelluläre Programme übersetzt, welche Zellmigration, Proliferation, Überleben und die Umgestaltung des Zytoskeletts steuern. EDG-2 aktiviert vor allem die Signalwege über Gαi/o, Gαq/11 und Gα12/13, wodurch PI3K–AKT, PLC–Ca2+-Signalgebung sowie RhoA/ROCK‑vermittelte Aktindynamik angestoßen werden und damit Adhäsion und Kontraktilität beeinflusst werden. In Mausgeweben trägt die Lpar1‑Signalgebung zu neuroentwicklungsbezogenen Prozessen, vaskulären und fibroblastären Antworten sowie zum Trafficking von Immunzellen bei, unter anderem über die Regulation von Chemotaxis und Barrierefunktion. Eine fehlregulierte LPA–EDG-2‑Aktivität wurde mit entzündlichem und fibrotischem Remodeling sowie mit Mechanismen in Verbindung gebracht, die für die Motilität von Tumorzellen und den Crosstalk mit dem Mikromilieu relevant sind, was seine Eignung für pathway‑zentrierte Krankheitsmodelle unterstützt.
Das EDG-2 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Lpar1-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Lpar1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Lpar1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die EDG-2-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Lpar1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der EDG-2-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.