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DMRT1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402856-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
DMRT1 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-402856-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
DMRT1 (doublesex- und mab-3-verwandter Transkriptionsfaktor 1) kodiert einen Zinkfinger-DNA-bindenden Transkriptionsfaktor, der eine zentrale Rolle in der Entwicklung der menschlichen Gonaden und in der Aufrechterhaltung der männlichen Keimzellschicksals spielt. DMRT1 reguliert Transkriptionsprogramme, die die Geschlechtsbestimmung, die Differenzierung von Sertoli-Zellen sowie die Proliferation und Differenzierung von Spermatogonien steuern, und ist in übergeordnete Netzwerke eingebunden, zu denen unter anderem SOX9- und Retinsäure-abhängige Signalwege gehören. Veränderungen in der DMRT1-Dosis oder -Regulation wurden mit Störungen der Geschlechtsentwicklung, beeinträchtigter Spermatogenese und Gonadendysgenesie in Verbindung gebracht, was DMRT1 zu einem wertvollen Ziel für mechanistische Studien der Reproduktionsbiologie macht. Darüber hinaus wurde eine fehlregulierte DMRT1-Aktivität in ausgewählten Tumorkontexten beschrieben, was seinen Einsatz zur Untersuchung von Linienspezifizierung und transkriptioneller Kontrolle in krankheitsrelevanten Modellen unterstützt.
DMRT1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen DMRT1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
DMRT1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des DMRT1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der DMRT1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen DMRT1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native DMRT1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von DMRT1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des DMRT1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem DMRT1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.