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CHMP1A CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-406556 | 20 µg | $397.00 |
CHMP1A (charged multivesicular body protein 1A) ist ein zentraler Bestandteil der ESCRT‑III‑Maschinerie, die Membranen umformt und dadurch die Biogenese multivesikulärer Körper sowie die Sortierung endosomaler Fracht in Richtung lysosomaler Degradation antreibt. Über ESCRT‑abhängige Prozesse trägt CHMP1A zur Herunterregulierung von Rezeptoren, zu Membranabschnürungsereignissen und zur übergeordneten Regulation der Proteostase, der Zytokinese und der Dynamik der Kernhülle bei. Störungen des mit CHMP1A assoziierten endolysosomalen Transports können die Dauer von Signalwegaktivierung und die zelluläre Homöostase verändern und verknüpfen ESCRT‑Dysfunktion mit neuroentwicklungsbezogenen Phänotypen sowie anderen Erkrankungen, die durch gestörten Membrantransport gekennzeichnet sind. Als menschliches Gen wird CHMP1A häufig in Kontexten untersucht, in denen Endosomenreifung und die Kontrolle vesikelvermittelter Signalübertragung für krankheitsrelevante zelluläre Zustände zentral sind.
Das CHMP1A CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des CHMP1A-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des CHMP1A-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von CHMP1A nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die CHMP1A-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von CHMP1A-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der CHMP1A-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.