
Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
ARG1/Arignase 1 Double Nickase Plasmid (m) | sc-419192-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das Mausgen *Arg1* kodiert Arginase 1 (ARG1), ein zytosolisches Metalloenzym, das L-Arginin zu L-Ornithin und Harnstoff hydrolysiert – ein zentraler Schritt des Harnstoffzyklus und der Stickstoffausscheidung. Durch die Modulation der intrazellulären Argininverfügbarkeit beeinflusst ARG1 über den Ornithinstoffwechsel die Biosynthese von Polyaminen und Prolin und kann über die Konkurrenz mit Stickstoffmonoxid-Synthasen auch die Stickstoffmonoxid-Signalgebung mitprägen. Die *Arg1*-Expression ist in Hepatozyten besonders ausgeprägt und kann auch in myeloischen Zellen induziert werden, wo sie an immunmetabolischen Programmen beteiligt ist, die mit der Auflösung von Entzündungen und Gewebeumbau verknüpft sind. Eine fehlregulierte Arginin-Katabolisierung wurde in Mausmodellen mit veränderten hepatischen Stoffwechselzuständen und Phänotypen des Immunmikromilieus in Verbindung gebracht, die u. a. für Fibrose, die Funktion tumorassoziierter myeloischer Zellen und weitere krankheitsrelevante Kontexte bedeutsam sind.
ARG1/Arignase 1 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Arg1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Arg1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Arg1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Arg1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.