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ALAS-E CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-403752 | 20 µg | $397.00 |
ALAS2 kodiert die erythrozytenspezifische 5‑Aminolävulinat‑Synthase (ALAS‑E), ein mitochondriales, pyridoxalphosphatabhängiges Enzym, das den ersten und geschwindigkeitsbestimmenden Schritt der Hämbiosynthese katalysiert, indem es Glycin und Succinyl‑CoA zu 5‑Aminolävulinat kondensiert. Seine Aktivität verknüpft den mitochondrialen Stoffwechsel mit der erythroiden Differenzierung und Hämoglobinisierung und unterstützt in sich entwickelnden roten Blutkörperchen die Eisenverwertung und Porphyrinproduktion. ALAS‑E wird durch erythroide Transkriptionsprogramme sowie durch die Verfügbarkeit von Häm und Eisen reguliert und ist damit mit Signalwegen verbunden, die die mitochondriale Funktion und oxidativen Stress in Erythroblasten steuern. Genetische oder funktionelle Störungen von ALAS2 gehen mit einer gestörten Porphyrin-/Hämsynthese einher und können in Modellen der erythroiden Reifung und der Pathophysiologie roter Blutkörperchen untersucht werden.
Das ALAS-E CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des ALAS2-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des ALAS2-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von ALAS2 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die ALAS-E-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von ALAS2-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der ALAS-E-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.