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ABCD4 Double Nickase Plasmid (h) | sc-406750-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
ABCD4 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-406750-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
ABCD4 kodiert ein Protein aus der Familie der ATP-bindenden Kassettentransporter (ABC), das an der lysosomalen Verarbeitung von Cobalamin (Vitamin B12) beteiligt ist, indem es den Export von Cobalamin aus dem Lysosom ins Zytosol ermöglicht, wo es in die aktiven Kofaktoren Adenosylcobalamin und Methylcobalamin umgewandelt wird. Über diese Funktion unterstützt ABCD4 den Ein-Kohlenstoff-Stoffwechsel sowie mitochondriale Signal- und Stoffwechselwege, die von der Aktivität der Methioninsynthase und der Methylmalonyl-CoA-Mutase abhängen, und beeinflusst damit das Methylierungsgleichgewicht und den Energiestoffwechsel. Eine Störung der ABCD4-Funktion wird mit angeborenen Defekten des Cobalaminstoffwechsels in Verbindung gebracht, deren biochemische Signaturen u. a. eine beeinträchtigte Remethylierung und/oder einen gestörten Propionatabbau umfassen. ABCD4 wird daher im Kontext des lysosomalen Traffickings, der Kofaktor-Homöostase und von Stoffwechselstress-Antworten untersucht.
ABCD4 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des ABCD4-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von ABCD4 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die ABCD4-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit ABCD4-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.