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YME1L1 Double Nickase Plasmid (h) | sc-409793-NIC | 20 µg | $410.00 |
YME1L1 kodiert eine AAA+-ATP‑abhängige Metalloprotease der mitochondrialen Innenmembran, die die mitochondriale Proteostase unterstützt, indem sie fehlgefaltete oder überschüssige membranassoziierte Proteine abbaut und den Umsatz zentraler Faktoren der Atmungskette sowie der Membranformung reguliert. Durch Qualitätskontrolle der Innenmembran und das Remodeling von Proteinkomplexen trägt YME1L1 zur Effizienz der oxidativen Phosphorylierung, zur mitochondrialen Dynamik und zu stressresponsiven Signalwegen bei, die mit der bioenergetischen Homöostase verknüpft sind. Eine Störung der YME1L1‑Funktion wurde mit Phänotypen mitochondrialer Dysfunktion in Verbindung gebracht, darunter eine veränderte Cristae-Architektur, beeinträchtigte Atmung und eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber proteotoxischem Stress. Diese Merkmale machen YME1L1 zu einem relevanten Ziel für die Untersuchung von Mechanismen der mitochondrialen Aufrechterhaltung sowie von Signalwegen, die an Neurodegeneration und anderen mitochondrienassoziierten Erkrankungen beteiligt sind.
YME1L1 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des YME1L1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von YME1L1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die YME1L1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit YME1L1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.