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MYH9 CRISPR Activation Plasmid (r) | sc-437291-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
MYH9 CRISPR Activation Plasmid (r2) | sc-437291-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
MYH9 kodiert das nichtmuskelische Myosin IIA, ein aktinbasiertes Motorprotein, das in Rattenzellen die zelluläre Kontraktilität, die Zytokinese und den dynamischen Umbau des kortikalen Zytoskeletts antreibt. Durch die Regulation der Aktomyosin-Spannung beeinflusst MYH9 den Turnover fokaler Adhäsionen, die Zellpolarität sowie mechanotransduktive Signalwege, die Migration und Gewebeorganisation koordinieren. Die MYH9-Funktion überschneidet sich mit der RhoA/ROCK-Signalkaskade und integrin-gekoppelten zytoskelettalen Netzwerken, die Membrantransport, phagozytoseähnliche Prozesse und die Aufrechterhaltung epithelialer und endothelialer Barrieren steuern. Eine veränderte MYH9-Aktivität wird mit Defekten in der Thrombozytenbildung und Hämostase, renalen und auditiven Phänotypen sowie einer umfassenderen zytoskelettalen Dysregulation in Verbindung gebracht, die für Studien zu Entzündung, Fibrose und Modellen der Tumorzellinvasion relevant ist.
MYH9 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (r) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen -Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MYH9 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (r) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des -Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der -Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MYH9-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native -Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MYH9-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MYH9-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem -Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.