
Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
LIF Double Nickase Plasmid (h) | sc-401120-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
LIF Double Nickase Plasmid (h2) | sc-401120-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Der Leukämie-inhibitorische Faktor (LIF) ist ein pleiotropes Zytokin der IL-6-Familie, das über den Rezeptorkomplex LIFR–gp130 signalisiert und die Signalwege JAK/STAT3, MAPK/ERK und PI3K/AKT aktiviert. Dadurch reguliert es Zellschicksalsentscheidungen wie Proliferation, Überleben und Differenzierung. In menschlichen Zellen ist LIF ein zentraler Modulator entwicklungs- und stammzellassoziierter Programme und trägt über Wechselwirkungen innerhalb des Zytokinnetzwerks zur Immun- und Entzündungssignalisierung bei. Eine dysregulierte LIF-Signalisierung wurde in verschiedenen Krebsarten mit verändertem Gewebeumbau und tumorassoziierten Phänotypen wie erhöhtem Überleben, Invasion und Immunmodulation in Verbindung gebracht. Diese Eigenschaften machen LIF zu einem häufigen Ziel für mechanistische Studien der Zytokinsignalisierung, transkriptioneller Programme downstream von STAT3 und der durch das Mikromilieu getriebenen zellulären Plastizität.
LIF Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des LIF-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von LIF abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die LIF-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit LIF-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.