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ADAT1 Double Nickase Plasmid (h) | sc-411760-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
ADAT1 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-411760-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
ADAT1 kodiert die auf tRNA wirkende Adenosin-Deaminase 1, ein RNA-Editing-Enzym, das die Desaminierung von Adenosin zu Inosin an der Wobble-Position ausgewählter tRNAs katalysiert und dadurch die Codonerkennung sowie die Genauigkeit der Translation beeinflusst. Diese posttranskriptionelle Modifikation trägt zur Qualitätskontrolle von tRNAs und zur Proteostase bei und verknüpft die ADAT1-Aktivität mit übergeordneten Signalwegen des RNA-Stoffwechsels und der Stressantwort. Verändertes tRNA-Editing kann die Proteinsynthese und die zelluläre Homöostase stören; ADAT1 wurde zudem im Zusammenhang mit neuroentwicklungsbezogenen Phänotypen und anderen Erkrankungen untersucht, die mit Defekten in der RNA-Prozessierung und Translation einhergehen.
ADAT1 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des ADAT1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von ADAT1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die ADAT1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit ADAT1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.