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ADAMTS-L2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-411325-ACT | 20 µg | $397.00 |
ADAMTSL2 kodiert ADAMTS-L2, ein sezerniertes extrazelluläres Matrix-Glykoprotein aus der ADAMTS-like-Familie, dem zwar eine katalytische Proteaseaktivität fehlt, das jedoch die Matrixorganisation und die Zell–Matrix-Signalübertragung moduliert. ADAMTS-L2 ist an der Biologie extrazellulärer Mikrofibrillen beteiligt und über Wechselwirkungen mit fibrillinreichen Matrizen funktionell mit der Regulation von Transforming Growth Factor-β (TGF-β) verknüpft, wodurch es die Gewebearchitektur und die mechanische Homöostase beeinflusst. Eine veränderte Expression oder Funktion von ADAMTSL2 ist mit Bindegewebsphänotypen und einer dysregulierten Matrixumgestaltung assoziiert und ist daher relevant für Studien zu fibroseähnlichen Programmen, zur Entwicklungs-Morphogenese und zur Biologie stromaler Zellen. Seine extrazelluläre Lokalisation unterstützt zudem Untersuchungen parakriner Signalgebung, Matrixablagerung und Remodelling-Dynamiken in humanen Zell- und Organoid-Systemen.
ADAMTS-L2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ADAMTSL2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
ADAMTS-L2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ADAMTSL2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ADAMTSL2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen ADAMTS-L2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ADAMTSL2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von ADAMTS-L2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des ADAMTS-L2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ADAMTSL2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.