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XPG Double Nickase Plasmid (h) | sc-416940-NIC | 20 µg | $410.00 |
ERCC5 kodiert die Endonuklease XPG, eine strukturspezifische Nuklease, die für die Nukleotid-Exzisionsreparatur (NER) essenziell ist und geschädigte DNA an der 3′-Seite von Läsions-enthaltenden „Bubbles“ schneidet. XPG wirkt innerhalb des TFIIH-zentrierten Reparaturkomplexes und trägt zur Genomstabilität bei, indem es UV-Photoprodukte und sperrige Addukte beseitigt und so Replikationsstress sowie die Anhäufung von Mutationen begrenzt. Neben der klassischen NER wurde XPG auch mit der transkriptionsgekoppelten Reparatur sowie der Verarbeitung von R-Loops und anderen DNA-Sekundärstrukturen in Verbindung gebracht, die mit der ATR/CHK1-Signalgebung zusammenhängen. Pathogene Störungen von ERCC5 sind mit Erkrankungen assoziiert, die durch beeinträchtigte DNA-Schadensantworten und einen beschleunigten zellulären Verfall gekennzeichnet sind, was ERCC5 zu einem zentralen Ansatzpunkt für die Untersuchung von Genotyp-Phänotyp-Beziehungen in der DNA-Reparaturbiologie macht.
XPG Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des ERCC5-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von ERCC5 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die ERCC5-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit ERCC5-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.