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Vitronectin CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401129-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane VTN-Gen kodiert Vitronectin, ein sezerniertes Glykoprotein, das im Plasma und in der extrazellulären Matrix reichlich vorhanden ist und Integrine sowie mehrere Proteasen bindet, um Zelladhäsion, Migration und Gewebeumbau zu koordinieren. Vitronectin ist an ECM–Rezeptor-Interaktionen und der Signalübertragung in Fokalkontakten beteiligt, unterstützt die Organisation des Zytoskeletts und Überlebenssignalwege und moduliert zugleich die Proteolyse über Interaktionen mit dem Plasminogenaktivator-Inhibitor-1. Es steht außerdem in Verbindung mit der Komplementregulation und hämostatischen Prozessen, beeinflusst dadurch inflammatorische Mikroumgebungen und den Matrixumsatz. Eine dysregulierte VTN-Expression oder veränderte Vitronectin-Ablagerung wurde mit Fibrose, Atherosklerose, Tumorinvasion und Metastasierung sowie neurodegenerativer Pathologie in Zusammenhang gebracht, was VTN zu einem nützlichen Knotenpunkt für die Untersuchung extrazellulärer Signalgebung und krankheitsrelevanter Umbauprogramme macht.
Vitronectin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen VTN-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Vitronectin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des VTN-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der VTN-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Vitronectin-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native VTN-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Vitronectin-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Vitronectin-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem VTN-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.