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utrophin CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h2) | sc-400522-KO-2 | 20 µg | $397.00 |
UTRN kodiert Utrophin, ein großes zytoskelettales Linkerprotein, das das Aktin-Zytoskelett mit dem Dystrophin-assoziierten Glykoproteinkomplex am Sarkolemm und an weiteren Membrandomänen verbindet. Utrophin trägt zur Membranstabilität, Mechanotransduktion und Organisation von Zell–Matrix-Adhäsionsstrukturen bei und unterstützt damit Signalübertragung und strukturelle Integrität in quergestreifter Muskulatur sowie in weiteren Geweben. Über seine spektrinähnlichen Wiederholungen und Interaktionsschnittstellen hilft Utrophin, Prozesse des zytoskelettalen Umbaus und membranassoziierte Gerüstbildungsprozesse zu koordinieren. Veränderte Regulation von UTRN und eine kompensatorische Utrophin-Expression werden im Kontext der Biologie muskulärer Dystrophien und verwandter Phänotypen mit Membranfragilität umfassend untersucht.
Das utrophin CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h2) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des UTRN-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des UTRN-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von UTRN nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die utrophin-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von UTRN-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der utrophin-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.