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ODR4 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-417633-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
ODR4 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-417633-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen C1orf27 kodiert ODR4, ein konserviertes, mehrfach membranüberspannendes Protein, das an der Qualitätskontrolle im endoplasmatischen Retikulum und im sekretorischen Weg beteiligt ist. Dabei unterstützt es die Reifung und den Transport ausgewählter G‑Protein‑gekoppelter Rezeptoren (GPCRs) sowie anderer Client-Proteine. Indem ODR4 die Rezeptorbiogenese und das Targeting an Membranen beeinflusst, kann es nachgeschaltete Signaltransduktionsnetzwerke modulieren, die an die GPCR-Aktivität gekoppelt sind, einschließlich Signalwege, die die zelluläre Reaktionsfähigkeit auf extrazelluläre Reize beeinflussen. Veränderte Proteostase und Rezeptor-Trafficking sind breit relevant für Stresssignalgebung, Differenzierung sowie neuronale und endokrine Funktionen, wodurch ODR4 einen nützlichen Knotenpunkt zur Untersuchung des Umgangs mit Membranproteinen darstellt. Eine Dysregulation dieser Prozesse wird in zahlreichen komplexen Krankheitskontexten häufig beobachtet; dies stützt die Untersuchung von ODR4 in Modellen von Signaling-Ungleichgewichten und zellulärem Stress, ohne klinische Ergebnisse zu implizieren.
ODR4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen C1orf27-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
ODR4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des C1orf27-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der C1orf27-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen ODR4-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native C1orf27-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von ODR4-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des ODR4-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem C1orf27-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.