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N-CoR Double Nickase Plasmid (m) | sc-422771-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das Mausgen **Ncor1** kodiert den nukleären Rezeptor-Korepressor 1 (**N‑CoR**), ein Gerüstprotein, das Transkriptions-Repressionskomplexe mit **HDAC3** und weiteren Kofaktoren zusammenstellt, um die Chromatinzugänglichkeit und Genexpressionsprogramme zu regulieren. N‑CoR moduliert Signalwege nachgeschaltet von nukleären Rezeptoren und linienbestimmenden Transkriptionsfaktoren und beeinflusst dadurch Zellschicksalsentscheidungen, die metabolische Homöostase sowie immun- und entzündungsbezogene Gennetzwerke. Über die epigenetische Kontrolle der Aktivität von Enhancern und Promotoren trägt N‑CoR zur koordinierten Regulation von Differenzierung, zirkadianen und hormonellen Antworten sowie stressadaptiven Transkriptionszuständen bei. Eine Fehlregulation der **Ncor1/N‑CoR**-Funktion wurde mit Signalwegen in Verbindung gebracht, die für Neuroentwicklung, Stoffwechsel und immunassoziierte Phänotypen relevant sind, was es zu einem nützlichen Knotenpunkt für mechanistische Studien in Mausmodellen macht.
N-CoR Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Ncor1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Ncor1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Ncor1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Ncor1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.