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mPRδ CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-413309-ACT | 20 µg | $397.00 |
PAQR6 kodiert den Membran-Progesteronrezeptor Delta (mPRδ), ein Mitglied der Progestin- und AdipoQ-Rezeptorfamilie, das an schneller, nicht-genomischer Steroid-Signalübertragung an Zellmembranen beteiligt ist. mPRδ wird mit der Modulation von Second-Messenger-Signalwegen wie der G‑Protein-gekoppelten Signalübertragung in Verbindung gebracht und beeinflusst dadurch Calciumflüsse, die cAMP-Dynamik sowie nachgeschaltete Kinaseaktivitäten, die Zellzustandsentscheidungen wie Proliferation, Migration und Stressantworten mitprägen können. In humanen Geweben wurde die PAQR6-Expression mit endokrin responsiver Biologie und membraninitiierten Progesteron-Signalnetzwerken assoziiert, die sich mit metabolischer Regulation und entzündlichen Prozessen überschneiden. Eine Fehlregulation der PAQR6/mPRδ-Signalgebung wird im Kontext hormonassoziierter Pathophysiologie untersucht und als möglicher beitragender Faktor zu zellulären Programmen betrachtet, die für die Krebsbiologie und die Funktion des Reproduktionssystems relevant sind.
mPRδ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen PAQR6-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
mPRδ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des PAQR6-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der PAQR6-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen mPRδ-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native PAQR6-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von mPRδ-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des mPRδ-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem PAQR6-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.