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MC1-R CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-421583 | 20 µg | $397.00 |
Mc1r kodiert den Melanocortin‑1‑Rezeptor (MC1‑R), einen G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor, der vor allem in Melanozyten exprimiert wird und dort die Pigmentierung reguliert, indem er an Gs koppelt und die cAMP/PKA‑Signalübertragung stimuliert. Die Aktivierung von MC1‑R beeinflusst über nachgeschaltete Effektoren wie CREB und melanogene Enzyme das Gleichgewicht zwischen der Synthese von Eumelanin und Phäomelanin und integriert dabei hormonelle Signale wie α‑MSH sowie die antagonistische Wirkung des Agouti‑Signaling‑Proteins. In Mausmodellen moduliert eine veränderte Mc1r‑Aktivität Fellfarb‑Phänotypen und greift in Signalwege ein, die oxidativen Stress sowie den Umgang pigmentierter Zellen mit UV‑induzierten Schäden steuern. Da die Melanocortin‑Signalgebung mit MAPK‑Signalwegen und Transkriptionsprogrammen verknüpft ist, die die Melanozytendifferenzierung regulieren, eignet sich eine Störung von Mc1r zur Untersuchung der Pigmentzellbiologie, von entzündungsbezogener Signalweg‑Kreuzkommunikation sowie der Zuordnung von Genotyp zu Phänotyp in dermatologischen Forschungskontexten.
Das MC1-R CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Mc1r-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Mc1r-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Mc1r nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die MC1-R-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Mc1r-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der MC1-R-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.