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HLA-F CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-410821 | 20 µg | $397.00 |
HLA-F kodiert ein nicht-klassisches MHC-Klasse-I-Molekül, das an der Immunüberwachung beteiligt ist, indem es die Interaktionen zwischen antigenpräsentierenden Zellen und Lymphozyten durch die Bindung an inhibitorische und aktivierende Rezeptoren auf NK-Zellen sowie auf Subpopulationen von T-Zellen mitprägt. Im Gegensatz zu den hochpolymorphen klassischen HLA-I-Proteinen zeigt HLA-F eine charakteristische Expressionsdynamik, darunter eine intrazelluläre Retention und eine Hochregulation an der Zelloberfläche unter zellulärem Stress, bei Infektion oder in Aktivierungszuständen, was die Modulation von Immun-Checkpoints und Toleranz unterstützt. HLA-F trägt zu antigenpräsentationsbezogenen Prozessen, zur Regulation zytotoxischer Antworten und zu Mechanismen der Immunflucht in entzündeten Geweben und Tumormikroumgebungen bei. Eine dysregulierte HLA-F-Expression wurde in zahlreichen immunvermittelten und onkologischen Kontexten beschrieben und ist daher relevant für die Aufklärung von Signalwegen, die Immunaktivierung, Interferonantworten und Zell-Zell-Erkennung steuern.
Das HLA-F CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des HLA-F-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des HLA-F-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von HLA-F nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die HLA-F-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von HLA-F-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der HLA-F-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.