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GS28 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-404357-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane GOSR1-Gen kodiert das Golgi‑SNAP‑Rezeptorkomplex‑Mitglied GS28, ein vesikuläres Transport‑SNARE, das den COPI‑abhängigen retrograden Transport und die Membranfusion innerhalb des Golgi unterstützt. Durch die Koordination der ER–Golgi‑Dynamik und der Golgi‑Stapeldynamik trägt GS28 zur Aufrechterhaltung der Golgi‑Architektur, der Glykosylierungskapazität und einer präzisen Fracht‑Sortierung entlang des sekretorischen Weges bei. Störungen des SNARE‑vermittelten Transports werden mit zellulären Stressantworten, veränderter Proteostase und fehlregulierten Transportprogrammen in Verbindung gebracht, die häufig in der Neurodegeneration, der Infektionsbiologie und sekretorischen Phänotypen von Krebszellen untersucht werden. Als Kernkomponente der Membranfusionsmaschinerie stellt GS28 einen gut zugänglichen Ansatzpunkt dar, um zu untersuchen, wie Golgi‑Transport Signalwege, Organellhomöostase und Proteinprozessierung beeinflusst.
GS28 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen GOSR1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
GS28 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des GOSR1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der GOSR1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen GS28-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native GOSR1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von GS28-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des GS28-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem GOSR1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.